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KI selber programmieren: Der ultimative Guide von Python bis RAG

Dipl. - BWL Elisabeth Hanisch
29.12.2025
KI Chip und Bücher zu Python und RAG über Programmieren von KI

Sie möchten künstliche Intelligenz nicht nur nutzen, sondern selbst entwickeln? Dann sind Sie hier richtig. Als KI-Consultant begleite ich seit Jahren Akademiker auf ihrem Weg in die KI-Programmierung. In diesem Guide zeige ich Ihnen, wie Sie KI programmieren lernen können – von den ersten Zeilen Python-Code bis zu fortgeschrittenen RAG-Architekturen.

Das Jahr 2025 markiert einen Wendepunkt in der Welt der künstlichen Intelligenz: Open-Source-Modelle, leistungsstarke Bibliotheken und intuitive KI-Tools haben die Barrieren für die Programmierung von künstlicher Intelligenz drastisch gesenkt. Die Idee, eigene KI-Systeme zu programmieren, ist keine Science Fiction mehr. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Fachkräften, die künstliche Intelligenz entwickeln können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Python ist die dominierende Sprache für die KI-Programmierung und den Einstieg ins Coding
  • Mit Ollama können Sie lokale Modelle für künstliche Intelligenz auf Consumer-GPUs betreiben
  • RAG ermöglicht Ihnen, künstliche Intelligenz mit eigenen Dokumenten zu verbinden
  • Der EU AI Act beeinflusst, wie Unternehmen in Deutschland künstliche Intelligenz entwickeln dürfen
  • Praktische Projekte und Code-Portfolios sind wichtiger als formale Zertifikate beim Programmieren

Phase 1: Die richtige Vorbereitung

Welche Hardware brauchen Sie?

Für den Einstieg ins KI-Programmieren reicht ein handelsüblicher Laptop. Erst wenn Sie neuronale Netze trainieren oder große Sprachmodelle lokal betreiben möchten, wird der Grafikspeicher relevant. Laut Puget Systems gilt eine NVIDIA RTX 3060 mit 12 GB VRAM als Untergrenze für lokale LLM-Inferenz.

Apple Silicon bietet einen interessanten Sonderweg: MacBooks mit M-Chips nutzen Unified Memory, wodurch größere Modelle geladen werden können, die auf Consumer-NVIDIA-Karten keinen Platz finden. Das eröffnet neue Möglichkeiten für die lokale KI-Entwicklung.

Den Software-Stack einrichten

Für die KI-Programmierung benötigen Sie drei wesentliche Werkzeuge:

  1. Python (Version 3.10 oder höher) als Programmiersprache
  2. Eine Entwicklungsumgebung wie Visual Studio Code
  3. Git für die Versionskontrolle Ihres Codes

Achten Sie auf virtuelle Umgebungen – Versionskonflikte zwischen Bibliotheken sind häufige Fehlerquellen beim Coding. Die Wahl der richtigen Tools spart Ihnen später viel Zeit.

Phase 2: Die Grundlagen verstehen

Wie neuronale Netze und Deep Learning funktionieren

Neuronale Netze sind dem menschlichen Gehirn nachempfunden. Sie bestehen aus Schichten von Neuronen, die Eingaben verarbeiten. Der Lernprozess läuft über Algorithmen, die Gewichtungen zwischen Neuronen anpassen – dieses Verfahren nennt sich Backpropagation.

Deep Learning bezeichnet neuronale Netze mit vielen Schichten. Diese Netze können komplexe Muster erkennen und bilden die Grundlage moderner künstlicher Intelligenz. Für anspruchsvolle Anwendungen von künstlicher Intelligenz wie Bilderkennung nutzt man Convolutional Neural Networks. Die Konzepte dahinter zu verstehen, hilft Ihnen beim Lernen und bei der Fehlersuche im Code.

Sie müssen nicht jeden mathematischen Beweis kennen. Aber Grundlagen in Linearer Algebra und Statistik helfen beim Debugging, wenn Algorithmen nicht konvergieren. Das Training von Modellen erfordert ein gewisses Verständnis dieser Schlüsselkonzepte.

Warum Python die beste Wahl unter den Programmiersprachen ist

Von allen Programmiersprachen hat sich Python als Standard für künstliche Intelligenz durchgesetzt. Der Vorteil liegt im Ökosystem: Frameworks wie TensorFlow und PyTorch sind in C++ geschrieben, bieten aber Python-Wrapper. Sie profitieren von maximaler Leistung bei einfacher Syntax – Code schreiben und programmieren macht so richtig Spaß.

Für jemand, der mit dem Programmieren von künstlicher Intelligenz beginnt, ist Python ideal. Die Sprache ist lesbar, und Bibliotheken wie NumPy und Pandas machen die Verarbeitung zur Leichtigkeit. Auch ChatGPT und andere Programme können Ihnen beim Lernen von Python-Code helfen.

PyTorch vs. TensorFlow vs. Keras: Die Frameworks im Vergleich

PyTorch dominiert 2025 in Forschung und bei Large Language Models. Laut Leapcell fühlt sich PyTorch für Python-Entwickler intuitiver an. Andere Frameworks wie TensorFlow behaupten sich in industriellen Produktionsumgebungen und bieten gute Ressourcen für den Einsatz in Unternehmen.

Keras ist die High-Level-API von TensorFlow und eignet sich für schnelle Prototypen. Meine Empfehlung für die Auswahl: Starten Sie mit PyTorch – die meisten Open-Source-Modelle nutzen dieses Framework, und Sie finden viele Tutorials zum Lernen.

Phase 3: Ihre erste eigene KI in 10 Minuten

Ollama: Lokale Modelle einfach nutzen

Ollama hat die KI-Entwicklung revolutioniert. Mit einem Befehl laden Sie Open-Source-Modelle herunter und können sofort mit dem Programmieren beginnen:

ollama run llama3

Innerhalb von Minuten läuft ein Sprachmodell auf Ihrem Rechner. Keine Cloud, keine API-Kosten. Für Unternehmen in Deutschland bedeutet das volle Datenkontrolle – ein wichtiger Vorteil gegenüber ChatGPT und anderen Cloud-Diensten.

Ihr erstes Python-Skript mit Code

Verbinden Sie Ollama mit Python – hier die konkreten Schritte:

python

import requests

response = requests.post('http://localhost:11434/api/generate',
   json={'model': 'llama3', 'prompt': 'Erkläre Deep Learning.'})
print(response.json()['response'])

Mit wenigen Zeilen Code funktioniert Ihre eigene KI. Von hier können Sie Chatbots entwickeln oder automatisierte Programme erstellen – ganz ohne Copy Paste von fertigen Lösungen. Das ist der erste Schritt zur Umsetzung eigener Projekte.

Phase 4: Eigene Daten nutzen mit RAG

Das Problem der Halluzinationen lösen

Large Language Models wie ChatGPT haben einen Nachteil: Ihr Wissen ist eingefroren, und sie erfinden Fakten. RAG (Retrieval Augmented Generation) löst dieses Problem, indem das Modell externe Datenquellen durchsucht, bevor es Antworten generiert.

Laut AWS ist RAG das dominierende Architekturmuster für KI-Anwendungen in Unternehmen. Die Ergebnisse sind deutlich zuverlässiger als bei reinen Sprachmodellen.

So bauen Sie eine RAG-Pipeline

Die Schritte im Überblick:

  1. Dokumente in Textabschnitte zerlegen (Chunking)
  2. Texte mit Embedding-Modellen in Vektoren umwandeln
  3. Vektoren in einer Datenbank speichern
  4. Bei Anfragen semantisch ähnliche Texte suchen
  5. Kontext zusammen mit der Frage an das LLM senden

Mit LangChain und ähnlichen Tools lässt sich dieser Workflow zügig implementieren. Die Umsetzung erfordert Programmierkenntnisse, aber keine Raketenwissenschaft. In unserer Data Science & KI Weiterbildung arbeiten wir an solchen praxisnahen KI-Projekten.

Phase 5: Fortgeschrittene KI-Techniken

Fine-Tuning vs. RAG – Die Wahl treffen

Während RAG Wissen hinzufügt, passt Fine-Tuning das Verhalten eines Modells an. Vollständiges Training ist ressourcenintensiv, deshalb nutzen Entwickler Verfahren wie LoRA. Damit passen Sie große Modelle auf Consumer-Hardware an – die Nachteile hoher Kosten entfallen.

Meine Erfahrung: Für die meisten Projekte ist RAG die bessere Wahl. Fine-Tuning lohnt sich erst bei spezifischem Verhalten, das sich nicht anders steuern lässt.

KI-Agenten: Die Zukunft der Intelligenz

Der Trend geht zu Agentic Systems – KI-Agenten, die autonom Aufgaben lösen. Anders als einfache Chatbots können Agenten Tools und Werkzeuge nutzen sowie komplexe Workflows orchestrieren. Diese Systeme werden die KI-Konzepte und die Programmierung künstlicher Intelligenz der nächsten Jahre prägen.

Phase 6: Rechtliche Anforderungen im Bereich künstlicher Intelligenz

Der EU AI Act

Der EU AI Act teilt KI-Systeme in Risikoklassen:

  • Verboten: Social Scoring, biometrische Fernidentifizierung
  • Hochrisiko: Künstliche Intelligenz in Bildung, HR, Kreditvergabe
  • Begrenztes Risiko: Chatbots (Kennzeichnungspflicht)
  • Minimales Risiko: Spam-Filter und ähnliche Programme

Für Open-Source-Entwickler gibt es Ausnahmen bei nicht-kommerzieller Nutzung. Die Anforderungen zu kennen ist Pflicht.

Datenschutz und DSGVO

Die Nutzung von US-Cloud-Modellen wie ChatGPT ist für deutsche Unternehmen problematisch. Lokale KI-Modelle sind oft die rechtssichere Alternative. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht bietet eine hilfreiche Checkliste für KI-Projekte.

Phase 7: Ihr Karriereweg als AI Engineer

Skills und Technologien für 2025

Unternehmen suchen AI Engineers, die Modelle in Produkte integrieren können. Die wichtigsten Skills im Detail:

  • Core: Python, SQL, Git für Code-Management
  • Deep Learning: PyTorch als Standard für künstliche Intelligenz
  • LLM Ops: LangChain, Vektordatenbanken, Docker

Akademisch oder autodidaktisch lernen?

Beide Wege funktionieren. Die TU München vermittelt mathematische Grundlagen und Algorithmen. Parallel haben sich praxisorientierte Weiterbildungen etabliert.

Mit über 2.000 Absolventen bei educx sehe ich: Ein starkes Portfolio an Projekten zählt oft mehr als Zertifikate. Wer Code und eigene Projekte mit künstlicher Intelligenz vorweisen kann, hat die Nase vorn. Verschiedene Programmiersprachen zu beherrschen ist dabei ein Plus. Informieren Sie sich über Fördermöglichkeiten mit Bildungsgutschein.

Fazit

KI selber programmieren ist 2025 zugänglicher denn je. Mit Ollama und Python bauen Sie in Minuten Ihre erste Anwendung mit künstlicher Intelligenz. Der Weg zur produktiven Umsetzung erfordert Wissen von Hardware über Algorithmen bis zu rechtlichen Konzepten – aber die Ressourcen für die Programmierung sind da.

Deutschland hat durch strikte Datenschutzstandards die Chance, führend bei vertrauenswürdiger künstlicher Intelligenz zu werden. Die KI-Programmierung bietet enorme Karrierechancen. Starten Sie jetzt mit Ihren ersten KI-Projekten – die Frage ist nicht ob, sondern wann Sie mit dem Programmieren beginnen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Kann man KI selber programmieren?

Ja. Mit Python und Frameworks wie PyTorch entwickeln Sie neuronale Netze von Grund auf. Die meisten Entwickler passen bestehende Modelle an, statt bei null zu beginnen – das spart Zeit und liefert bessere Ergebnisse.

Welche Programmiersprache für KI?

Python ist Standard unter den Programmiersprachen. Das Ökosystem mit TensorFlow, PyTorch, Keras und Bibliotheken wie scikit-learn ist unübertroffen. R hat Nischenanwendungen in der Statistik.

Wie kann ich kostenlos eine eigene KI erstellen?

Mit Ollama und lokalen Modellen entstehen keine Kosten. Google Colab bietet kostenlosen GPU-Zugang für Experimente. Auch unser E-Book gibt Infos zum kostenlosen Einstieg.

Was kostet eine eigene KI?

Von kostenlos bis Millionen für das Training großer Modelle. Die meisten KI-Projekte lassen sich mit überschaubarem Budget realisieren.

Welche 4 Arten von KI gibt es?

Reaktive KI, KI mit begrenztem Gedächtnis, Theory of Mind (theoretisch) und selbstbewusste KI (Science Fiction). ChatGPT fällt in die Kategorie "begrenztes Gedächtnis".

Wie kann ich ein eigenes KI-Modell entwickeln?

Die Schritte: Datensammlung, Datenverarbeitung, Auswahl der Architektur, Training und Evaluation. Starten Sie mit vortrainierten Modellen und passen Sie sie an.

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